Steine im Schuh...

Veröffentlicht am 14. März 2025 um 06:33

 „Es nicht der große Berg vor Dir, der Dich zermürbt; es ist der kleine Kieselstein in Deinem Schuh.“ - Muhammed Ali 

Mal wieder ein Zitat, das ich (als fleißige Schrittesammlerin) sehr gut nachvollziehen kann. Und dessen Bedeutung mir auch im übertragenen Sinne regelmäßig zu schaffen macht. Aber dazu später mehr. 

Jetzt erzähle ich euch erstmal, dass es zu meinem Donnerstag nicht viel zu erzählen gibt. Denn ich habe ihn überwiegend im Büro verbracht - sitzend. Tagsüber sind dabei ziemlich genau 600 Schritte zusammen gekommen, was dazu geführt hat, dass ich nach Feierabend noch eine Extrarunde gelaufen bin. Im Regen...aber es hat ja auch niemand gesagt, dass das mit den Schritten ein Selbstläufer werden würde... und es hat trotz Regen und Rückenschmerzen gut getan. Auch wenn die Aussicht ziemlich getrübt war. Und damit kommen wir zu einer Geschichte, die ich im Netz gefunden, für gut befunden und deshalb für euch kopiert habe:

Der Stein im Schuh

Einst war ein Wanderer in den schönen Alpen unterwegs.

Die Landschaft war prächtig, viel gab es zu erspähen – und je höher er nach oben kam, desto weitläufiger und reicher war der Ausblick. Keine Wolke hing am Himmel und glasklar war die Luft. Die ganze Pracht des Alpenlandes lag weitläufig vor ihm und war frei von oben zu bewundern.

Aber der Wanderer nahm sie gar nicht wahr. Denn er hatte einen Stein im Schuh. Dieser drückte mit jedem Schritt, den er machte und schmerzte und piekste, sodass es ihm unmöglich war, die prächtige Landschaft zu genießen.

Seine bis über die Knöchel reichenden Wanderschuhe waren umständlich zugeschnürt, sodass er sie nicht ausziehen wollte. So versuchte er stattdessen, den Stein im Schuh bei jeder Fußbewegung in die Hohlräume zu manövrieren.

Aber erfolglos. Der Stein piekste und scheuerte, egal wie umständlich und vorsichtig er seinen Fuß aufsetzte.

„Wenn ich weiter oben bin und eine passende Gelegenheit finde, entferne ich den Stein“, sagte er zu sich selbst und lief weiter.

Obwohl die Landschaft so prächtig war und er die frische Bergluft atmete, schweiften seine Gedanken immer wieder zum Stein in seinem Schuh.

„Warum muss mir das ausgerechnet heute passieren? Und warum, verdammt, habe ich überhaupt einen Stein im Schuh?“, fragte er sich gereizt.

„Geht schon“, tröstete er sich daraufhin. Ist nicht so schlimm. Nur ein kleiner Kieselstein in meinem Schuh. „Den entferne ich gleich weiter oben und dann ist gut.“

Doch der Stein piekste weiter und weiter. Irgendwann wurde es unausstehlich. Voller Zorn setzte sich der Wanderer schließlich auf den Boden und schnürte den Schuh auf. Dann nahm er den Schuh, drehte ihn um und rüttelte.

Zum Vorschein kam ein winzig kleines Kieselsteinchen.

Als der Wanderer wieder seines Weges zog, war er entspannt und froh – und doch etwas reumütig.

„Ach, hätte ich doch den Stein früher heraus genommen!“, seufzte er. „So hätte ich schon viel früher die schöne Wanderung genießen können!“

Und jetzt oute ich mich... lch bin, wie der Wanderer. Zumindest meistens...im Laufe meines Lebens habe ich gelernt, mich nahezu perfekt mit Steinen im Schuh zu arrangieren. Und dabei so manche Aussicht verpasst. Was ärgerlich ist, mir aber häufig gar nicht aufgefallen ist. Denn ich neige generell eher dazu, an Dingen und Menschen festzuhalten. Selbst dann, wenn ich weiß, dass ich sie irgendwann aus meinem Leben entfernen muss...

Und vielleicht... habe ich die Geschichte gar nicht gefunden, sondern sie mich? Wer weiß das schon? Auf jeden Fall kann es sicher nicht schaden, dass wir sie jetzt gelesen haben 😉 Und morgen werde ich meine Schuhe sehr genau prüfen, bevor ich sie anziehe. Denn morgen werde ich sehr viel laufen und dabei ganz sicher die Aussicht genießen - und die Gesellschaft ❤️

Jetzt wünsche ich euch aber erstmal einen schönen Tag und viel Spaß bei allem, was ihr vorhabt 🫶

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